Bleischriften zu finden, ist eine echte Sisyphos-Arbeit – wurden doch Tonnen davon eingeschmolzen, so der komplette Bestand meines Lehrbetriebs – was jetzt noch zu einer Schwellung meiner Halsschlagader führt. Doch vor einigen Jahren hatte ich Glück und konnte bei einer Druckerei noch einen Bestand der Schrift „Memphis“ in einigen Schnitten erwerben. Ein Glücksfund. Damals gestaltete ich mit Chuck Berrys Hit die Seite für mein Schriftmusterbuch. Was aber den Schriftschneider Rudolf Wolf 1930 bei der Stmpel AG dazu bewegte seine neue Schrift Memphis zu nennen, werde ich wohl nie erfahren…